Faktensammlung Windkraft
Faktensammlung Windkraft

Optische Bedrängung

Windenergieanlagen können gegen das in § 35 III 1 BauGB verankerte Gebot der Rücksichtnahme verstoßen, weil von den Drehbewegungen ihrer Rotoren eine “optisch bedrängende“ Wirkung auf bewohnte Nachbargrundstücke im Außenbereich ausgeht.

Rotorblätter der Windkraftanlagen verursachen optische Bedrängung.
Der Verwaltungsgerichtshof teilt die Auffassung, dass für die Frage der optisch bedrängenden Wirkung einer Windkraftanlage nicht die Baumasse eines Turms, sondern die in der Höhe wahrzunehmende Drehbewegung des Rotors von entscheidender Bedeutung ist. Ein bewegtes Objekt erregt die Aufmerksamkeit in weit höherem Maße als ein statisches; insbesondere wird eine Bewegung selbst dann noch registriert, wenn sie sich nicht unmittelbar in Blickrichtung des Betroffenen, sondern seitwärts hiervon befindet. Die durch die Windstärke in der Umdrehungsgeschwindigkeit unterschiedliche Bewegung auch am Rande des Blickfelds kann schon nach kurzer Zeit und erst recht auf Dauer unerträglich werden, da ein bewegtes Objekt den Blick nahezu zwangsläufig auf sich zieht und damit zu einer kaum vermeidbaren Ablenkung führt. Zudem vergrößert gerade die Drehbewegung des Rotors die Windkraftanlage in ihren optischen Dimensionen ganz wesentlich. Die von den Flügeln überstrichene Fläche hat in der Regel gebäudegleiche Abmessungen. Dabei gilt, dass die Bewegung des Rotors umso stärker spürbar wird, je geringer die Distanz zwischen der Windkraftanlage und dem Betrachter und je größer die Dimension der Bewegung ist.

Abstandsregelung und Urteile
- Unter Berücksichtigung dieser Kriterien hat das OVG Nordrhein-Westfalen für die Einzelfallprüfungen grobe Anhaltswerte für eine Beeinträchtigung prognostiziert:
Beträgt der Abstand zwischen einem Wohnhaus und einer Windkraftanlage mindestens das Dreifache der Gesamthöhe (Nabenhöhe + halber Rotordurchmesser) der geplanten Anlage, dürfte die Einzelfallprüfung überwiegend zu dem Ergebnis kommen, dass von dieser Anlage keine optisch bedrängende Wirkung zu Lasten der Wohnnutzung ausgeht.

- Dem Verwaltungsgerichtshof erscheinen diese Anhaltswerte ebenso geeignet für eine überschlägige Abschätzung der bedrängenden Wirkung einer Windkraftanlage gegenüber einem benachbarten Anwesen, wobei aber stets die konkreten Umstände des jeweiligen Einzelfalls ins Auge zu fassen sind, also nicht pauschalierend nur auf die Abstände abgestellt werden darf (vgl. BayVGH vom 8.9.2008 Az. 22 ZB 08.387).
Siehe auch OVG NRW Urteil v. 2006: Zumutbarkeitsschwelle.

- Außerhalb dieser bestehenden Regelwerke ergeben sich Umstände, die es erforderlich machen, dass auf gewichtige Belange Dritter Rücksicht genommen wird. (Verwaltungsgericht Koblenz, Urteil vom 26.09.2002, Az. 7 K 1613/00.KO).

- Das Verwaltungsgericht Koblenz hat in einem Urteil vom 8. Januar 2009 (1 K 565/08.KO) den Bau einer WKA mit der Begründung abgelehnt, dass diese auf eine Anhöhe gebaut werden solle und somit die Windkraftanlagen zu den topografischen Verhältnisse massiv in Erscheinung treten. Eine Nutzung von Balkon und Terrasse, die als Ruhezonen dienen, könnten durch die Drehbewegungen des quasi über dem Gebiet thronenden Windrades nicht genutzt werden. (Verwaltungsgericht Koblenz, Urteil vom 8. Januar 2009, 1 K 565/08.KO)


Begründung
Die ausgewiesene Fläche XXX liegt auf einer Berganhöhe, die im Vergleich zu der betroffenen Ortschaft bereits eine Höhendifferenz von 100 m aufweist. Eventuelle Windkraftanlagen, die nach der neuen Generation geplant sind, haben eine Gesamthöhe von über 240 m. Hierdurch treten die Windkraftanlagen topographisch massiv in Erscheinung.
Der Umstand, dass die Windkraftanlagen auf einem Berganhöhe errichtet werden, verschärft den Umstand der optischen Bedrängung um ein Mehrfaches, wie es im Urteil vom 8. Januar 2009 1 K 565/08.KO dem Sinn nach festgestellt wird.
Der Verwaltungsgerichtshof legt bei der Beurteilung einer optisch Bedrängung den Schwerpunkt mehr auf die Drehbewegung der Rotoren als auf die ausschließliche Höhe der Windkraftanlagen.
Im Gebiet XXX sind mehrere Windkraftanlagen projektiert. Somit erhöht sich die optische Bedrängung um einen wesentlichen Faktor. Dieser Multiplikationsfaktor ist bei der Beurteilung der optischen Bedrängung zu berücksichtigen.

Da das Gebiet XXX keine Vorbelastung hat, wäre dies ein besonders schwerwiegender Eingriff.

Naturschutz

Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (EGE) ist eine Organisation, die sich dem Naturschutz verschrieben hat und sich speziell für den Erhalt der Eulen und deren Lebensraum einsetzt.

Wattenrat

Der Wattenrat versteht sich als unabhängiger Naturschutz für die Küste und das Land. Dies ist eine sehr informative HP mit zahlreichen konkreten Themen bezüglich Naturschutz.
www.wattenrat.de

Rechtsanwalt
Prof. Dr. Elicker

Hr.Prof. Dr. Elicker verfügt über sehr viel Erfahrung und ein starkes Expertenteam 

http://www.windkraft-anwalt.de/

 

 

 

Rechtsanwältin
Renate Lorenz

Für alle Fragen rund um Windkraftanlagen
Hanau, Körnerstr.
Tel.: 06181/75198
Mobil: 0179-2059010

 

Komitee gegen Vogelmord e.V.

Windkraft und Vogelschutz

Arbeitskreis Göttinger Ornithologen

 

Der Arbeitskreis betreibt mit zeitgemäßen Methoden moderne, sachkundige und praxisbezogene Avifaunistik.

AGO 

ROTE KARTE FÜR Tarek AL-WAZIR

Demo am 21.09 in Freiensteinau gegen die Naturzerstöung durch Grüne Politiker!

Demo gegen Umweltzerstörung durch Tarek Al-Wazir
Am 21.09 wird gegen die unvorstellbare Umweltzerstörung der Grünen Politiker demonstriert!
Einladung Demo Freiensteinau 21 09 2014.[...]
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