Faktensammlung Windkraft
Faktensammlung Windkraft

Natur, Lärm und Tierschutz

Lärm und Umweltwahrnehmung

Fledermäuse orientieren sich mit Hilfe von Ultraschall. Anhand des Echos ihrer Rufe verschaffen sie sich ein Bild ihrer Umwelt. Bei starken Störgeräuschen stellen Fledermäuse die Jagd nach Insekten ein.

Wildkatze, Marder oder Hermelin sind nachtaktive Jäger, die fast ausschließlich nach Gehör jagen. Bei störendem Lärm wird es für sie hoch problematisch Beute zu fangen.
Störungsfreies und uneingeschränktes Hören ist aber auch für Beutetiere überlebenswichtig. Akustische Signale beeinträchtigen das Fluchtverhalten. Durch störende Geräusche können Räuber nicht wahrgenommen werden. Auf diese Weise beeinflusst Lärm die Räuber-Beute-Verhältnisse. Ungewohnte Geräusche lösen Fluchtverhalten aus.

Lärm beeinflusst den Fortpflanzungserfolg

Viele Tierarten verständigen sich mittels akustischer Signale und Rufe.
Für die Revierabgrenzungen, die Partnersuche und für den Kontakt zwischen Eltern- und Jungtieren ist eine störungsfreie Kommunikation unbedingt notwendig. Der Fortpflanzungserfolg von Vögeln wird durch Lärm nachhaltig beeinträchtigt. 

Schwellwerte für Tiere (Lärmbelastungen)

Da viele Tiere auch Ultra- und Infraschall hören, wurden Schallwerte definiert, die bei Überschreitung zu entsprechenden Schädigungen bzw. Verhalten in der Tierwelt führen.

Lautstärke ab 47 dB(A)
Ab dieser Lautstärke gehen Wissenschaftler und Naturschützer von einer dauerhaften Belastung mit einer Verminderung der Lebensraumeignung für lärmempfindliche Tierarten aus.

Lautstärke 60 bis 70 dB(A)

In diesem Bereich gehen Wissenschaftler davon aus, dass mit einem 55%igen Lebensraumverlust zu rechnen ist.

Lautstärke ab 90 dB(A)
Ab dieser Lautstärke gehen Naturschützer und Wissenschaftler von einem 100%igen Lebensraumverlust aus.

Windkraftanlagen emittieren bis zu 107 dB(A).
Es findet also eine Lebensraumvernichtung in diesen Gebieten statt.

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Lärm ist für Tiere gefährlich

Ulrike Lampe, Evolutionsbiologin an der Universität Bielefeld führt aus, dass Lärm für Tiere genauso gefährlich wie für uns Menschen ist.
Lärm beeinträchtigt Balzrituale, Jäger-Beute Verhalten, die Fortpflanzung etc. Das gesamte Verhalten und die angeborenen Grundmuster (z.B. Kommunikation) geraten durcheinander. Lärm kann zur Schwerhörigkeit und Taubheit bei Tieren führen.
Politisch und wissenschaftlich ist dieses Problem noch stark unterbewertet. Es gibt zu wenige Studien zum Thema "Lärm und Tierwelt".
Auch beim Naturschutz spielt der Lärm in der Tierwelt bislang kaum eine Rolle. Kein Wunder: Schließlich werden häufig nicht einmal die Grenzwerte eingehalten, die uns Menschen vor Lärm schützen sollten.

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Studie: Wirkung von Lärm auf Tiere

Autor: Stefan Ineichen, Biologe, Zürich
In dieser Studie zeigt der Biologe Stefan Ineichen auf, dass Schäden bei Tieren durch Lärm eindeutig nachgewiesen sind. Mögliche Schäden können sein:
Erhöhung der Aufmerksamkeit und der Herzfrequenz, Ausweichbewegungen und teilweise lebensgefährliche Gehörschäden, Aborte, panische Flucht mit gelegentlichen Todesfolgen und Vertreibung oder Schädigung ganzer Populationen.
Einigen Tierarten gelingt eher eine Anpassung an Lärm als anderen Tierarten.

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Eulen und Lärm

Heute weiß die Wissenschaft, dass Eulen über ein ungewöhnlich leistungsfähiges Gehör verfügen. Sie können auch kleinste Geräusche von Beutetieren 20 Zentimeter unter einer Schneedecke wahrnehmen.
Der Lärm von Windkraftanlagen greift hier in das natürliche Jäger-Beute Verhalten ein und verändert auf diese Weise Naturabläufe nachhaltig.
Der Verein zur Erhaltung und Rettung der Eulen (EGE) fordert, dass Windkraftanlagen nicht in diese Abläufe eingreifen dürfen.

Erklärung gegen Windkraftanlagen:
Vor diesem Hintergrund sprechen sich in Euskirchen verschiedene Naturschutzverbände (NABU, BUND etc.) gegen Windkraftanlagen in Wäldern aus.

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Vogelwelt: Verringerter Paarungserfolg durch Lärm

Eine kanadische Untersuchung konnte zeigen, dass permanente Lärmbelästigung den Paarungserfolg negativ beeinflusst. Die Untersuchungen wurden bei einer Lärmbelästigung von 75 dB - 90 dB durchgeführt. Der ausbleibende Paarungserfolg ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Vogelmännchen von den Weibchen aufgrund des Lärms schlechter wahrgenommen wurden.
Windkraftanlagen können bis zu 107 dB emittieren.

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Lärm führt zu Verhaltensänderungen bei Tieren

Wale schreien förmlich gegen Lärm an, um sich zu verständigen. Auch bei Singvögeln wurde eine Zunahme der hohen Töne beobachtet. Lärm ist bereits allgegenwärtig und gefährdet die Tierwelt. Bei Krabben wurde unter Lärmeinwirkung ein erhöhter Sauerstoffverbrauch registriert.
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Lärm beeinflusst das Verhalten der Tiere

Nicht nur Menschen werden von Lärm beeinflusst, sondern der vom Mensch verursachte Lärm hat auch Einfluss auf die Tierwelt. In einer Versuchsreihe konnten Forscher nachweisen, dass Buchfinken bei Lärm von der Futtersuche abgehalten werden, da sie ständig auf Ausschau nach Feinden sind. Daraus schlussfolgern Wissenschaftler, dass die Futtersuche für Finken in lauter Umgebung wesentlich erschwert ist.
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Lärm stört Fische beim Fressen

Britische Wissenschaftler haben beobachtet, dass sich die Tiere durch laute Geräusche so stark ablenken lassen, dass sie nicht effektiv nach Futter suchen können. Dabei reicht es schon, wenn die Fische dem Krach nur für wenige Sekunden ausgesetzt sind.
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Naturschutz

Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (EGE) ist eine Organisation, die sich dem Naturschutz verschrieben hat und sich speziell für den Erhalt der Eulen und deren Lebensraum einsetzt.

Wattenrat

Der Wattenrat versteht sich als unabhängiger Naturschutz für die Küste und das Land. Dies ist eine sehr informative HP mit zahlreichen konkreten Themen bezüglich Naturschutz.
www.wattenrat.de

Rechtsanwalt
Prof. Dr. Elicker

Hr.Prof. Dr. Elicker verfügt über sehr viel Erfahrung und ein starkes Expertenteam 

http://www.windkraft-anwalt.de/

 

 

Rechtsanwältin

Renate Lorenz
Für alle Fragen rund um Windkraftanlagen
Hanau, Körnerstr.
Tel.: 06181/75198
Mobil: 0179-2059010


 

Rechtsanwalt
Moeller-Meinecke

Ein engagierter und kompetenter Anwalt für unsere Umwelt  

http://www.moeller-meinecke.de/

Komitee gegen Vogelmord e.V.

Windkraft und Vogelschutz

Arbeitskreis Göttinger Ornithologen

 

Der Arbeitskreis betreibt mit zeitgemäßen Methoden moderne, sachkundige und praxisbezogene Avifaunistik.

AGO