Faktensammlung Windkraft
Faktensammlung Windkraft

Komponenten des Strompreises

Die Komponenten des Strompreises können in 3 Kategorien eingeteilt werden:

1. Gesetzlicher Anteil
2. Regulierter Anteil
3. Unternehmerischer Anteil (Wettbewerb)

1. Gesetzlicher Anteil (macht etwa 50% des Strompreises aus)

Hierunter werden die folgenden Komponenten verstanden:
EEG Umlage, Ökosteuer, Offshore-Haftungsumlage, KWK-Umlage, §19-StromNEV-Umlage, Konzessionsabgabe und die Mehrwertsteuer

EEG-Umlage

Das deutsche Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen.

Stromsteuer (Öko-Steuer)

Die Stromsteuer ist eine Verbrauchssteuer. Als Bundessteuer steht ihr Aufkommen dem Bund zu. Die Stromsteuer ist eine indirekte Steuer, die über den Strompreis an den Letztverbraucher weitergegeben wird. Im Jahr 2011 betrug das Steueraufkommen aus der Stromsteuer betrug 7,25 Mrd. €

Offshore-Haftungsumlage
Diese Umlage wurde zum 1. Januar 2013 neu eingeführt.
Hierbei ist vorgesehen, dass dem Windparkbetreiber bei Unterbrechungen, die wegen Leitungsschäden oder fehlender Anbindungen den produzierten Strom nicht ins Netz einspeisen zu können, eine entsprechende Entschädigung zusteht.

Dieser Betrag wird letztlich als Offshore-Anbindungs-Umlage über die Stromrechnung an die Verbraucher weitergereicht.


KWK-Umlage (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz)

Zweck des Gesetzes ist es, im Interesse der Energieeinsparung, des Umweltschutzes und der Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung einen Beitrag zu leisten.

Die Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung in der Bundesrepublik Deutschland soll durch die Förderung der Modernisierung und den Neubau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) erhöht werden.

Die Förderung erstreckt auch auch auf die Unterstützung der Markteinführung der Brennstoffzellen und die Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältenetzen sowie des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältespeichern.

§19-StromNEV-Umlage
2012 wurde eine Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV eingeführt. Letztverbraucher können ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV bzw. eine Netzentgeltbefreiung gemäß § 19 Abs. 2 Satz 2 StromNEV beantragen.
Die Betreiber von Übertragungsnetzen sind verpflichtet, entgangene Erlöse, die aus individuellen Netzentgelten und Befreiungen von Netzentgelten resultieren, nachgelagerten Betreibern von Elektrizitätsverteilernetzen zu erstatten. Die Übertragungsnetzbetreiber haben diese Zahlungen sowie eigene entgangene Erlöse untereinander auszugleichen.


Konzessionsabgabe
Die Konzessionsabgaben für Strom und Gas werden in Cent-Beträgen je gelieferte Kilowattstunde vereinbart. Sie sind Bestandteil des vom Energieversorger mit dem Endkunden abgerechneten Energiepreises. Die zulässigen Höchstbeträge sind in der „Verordnung über Konzessionsabgaben für Strom und Gas (Konzessionsabgabenverordnung - KAV)" geregelt.

2. Regulierter Anteil (macht etwa 20% des Strompreises aus)

Hier werden folgende Leistungen und Bereitstellungen verstanden: Netznutzungsentgelte, Messstellenbetrieb, Messdienstleistung und Abrechnung.

Netznutzungsentgelte
Die Grundlage der Kostenrechnung baut auf den Bestimmungen der 2005 verabschiedeten Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV), bzw. Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV) auf. Außerdem fließen bei der Bewertung der Netzkosten auch die dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile ein. Das sind u. a.: gesetzliche Vorgaben, Konzessionsabgaben, Betriebssteuern, vorgelagerte Netzebenen, bestimmte Investitionen, Mehrkosten für den Betrieb von Erdkabeln, betriebliche und tarifliche Vereinbarungen zu Lohnzusatz- und Versorgungsleistungen (soweit bis zum 31. Dezember 2006 entstanden und im Netzentgeltgenehmigungsverfahren der BNetzA anerkannt), Betriebsratstätigkeit (im Falle der gesetzlichen Kostenerstattungspflicht durch den Netzbetreiber), Verfahrensregelungen für den grenzüberschreitenden Stromhandel sowie für den Zugang zu den Erdgasfernleitungsnetzen.

Laut Bundesnetzagentur betrugen die Kosten der Netzentgelte (Strom) für Haushaltskunden in der Grundversorgung 2010 etwa 6 ct/kWh und somit bei etwa 25 % des Strompreises, wobei dies eine Verringerung von über 20 % seit 2006 bedeutet. Bei Gas steigen die entsprechenden Netzengelte tendenziell seit 2006 und lagen 2010 bei etwa 1,3 ct/kWh, was in etwa 20 % des Gaspreises für Haushaltskunden ausmacht. Für Industriekunden sind die Netzentgelte wesentlich geringer.

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Messstellenbetrieb
Der Messstellenbetrieb beinhaltet den einwandfreien und den eichrechtlichen Vorschriften entsprechenden Messstellenbetrieb von Einbau, Betrieb und Wartung der Messeinrichtungen. (Zähler und Zusatzeinrichtungen).

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3. Unternehmerischer Anteil (macht etwa 30% des Strompreises aus)

Stromeinkauf, Strukturkosten und Marge

Stromkosten
Hierunter sind die Bezugskosten für den Kauf von Strom zu verstehen.
Dies kann auch über die Strombörse in Leipzig geschehen.

Strukturkosten
Die Strukturkosten werden auch Fixkosten, Periodenkosten oder Bereitschaftskosten genannt.

Marge
Unter Marge wird der Gewinn verstanden. Nach Abzug aller Kosten von den Erlösen verbleibt ein Gewinn, der auch als Marge bezeichnet wird.


Info_Strompreis

Strompreis aktuell 2015

Quelle und Urheberrecht

Bestandteile des Strompreises für private Haushalte in Deutschland April 2015 – Angaben vom BDEW[1]

Deutsch: Zusammensetzung des Strompreises für private Haushalte in Deutschland mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden

Date 12 April 2015

Source Die Zahlen wurden vom BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - in einer Strompreisanalyse im März 2015 ermittelt. PDF

Author Infodienst http://strom-report.de


 

Abrechnung - Strompreis

Arbeitspreis
Stromlieferverträge für Haushalte bestehen in der Regel aus einer Kombination von Arbeits- und Grundpreis. Es werden auch Tarife angeboten, die nur aus dem Arbeitspreis bestehen.
Arbeitspreis (verbrauchsabhängig): Dies ist das Entgelt je verbrauchter Einheit an elektrischer Arbeit, angegeben als Euro (oder umgerechnet in Cent) pro Kilowattstunde (€/kWh). Das zu zahlende Arbeitsentgelt (in €) ergibt sich aus den verbrauchten Einheiten (kWh) multipliziert mit dem Arbeitspreis (€/kWh).

Grundpreis
Bereitstellungs- und Verrechnungspreis (verbrauchsunabhängiger Grundpreis): Der Bereitstellungspreis dient dazu, die Kosten für die Lieferbereitschaft zu decken. Der Verrechnungspreis wird zur Kostendeckung der Messeinrichtung (Zähler und Zubehör), der Verbrauchsmessung (Ablesung) sowie der Rechnungsstellung und des Inkassos angesetzt. Die Abrechnung erfolgt pro Monat oder Jahr, zumeist aber taggenau.

Variable Strompreise
Ab dem Jahr 2011 ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Stromanbieter variable Strompreise anbieten (§ 40 Abs. 5 EnWG). Durch die digitalen Stromzähler (verpflichtender Einbau sog. Smart Meters ab 2010 in Neubauten und renovierten Altbauten) wird gleichzeitig eine Visualisierung des Stromverbrauches möglich sein.

Die Energieversorgungsunternehmen bieten eine breite Palette von Tarifen an und reagieren damit auf rechtliche Anforderungen und Kundenwünsche. Neben unterschiedlichen Arten der Abrechnung (Verhältnis von verbrauchsabhängigem Arbeitspreis zum festen Bereitstellungs- und Verrechnungspreis) werden unterschiedliche Herkunftsbereiche des Stroms angeboten (konventionelle Kraftwerke, Erneuerbare Energiequellen "Ökostrom" oder auch ein Strom-Mix). Hintergrundinformationen zur Stromrechnung für Privathaushalte bietet die Agentur für Erneuerbare Energien unter dem Blickwinkel der Kosten der Ökostrom-Förderkosten und der externen Kosten.
Quelle: Wikipedia>>

Stromrechnung für Haushalte 2015

Quelle und Urheberrecht

Zusammensetzung des Strompreises für private Haushalte in Deutschland mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden

Date 12 April 2015

Source Die Zahlen wurden vom BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - in einer Strompreisanalyse im März 2015 ermittelt. PDF

https://www.bdew.de

 


 

Steuer und Abgaben steigen im Jahre 2014 sehr stark an.

Monatliche Stromrechnung für einen Privathaushalt

Die Stromrechnung im Jahre 1998 belief sich bei einer Abnahme von 3.500 kWh jährlich auf 49,90 Euro mtl. inklusive Steuer.
Im Jahre 2007 belief sich die monatliche Rechung bereits auf 60,21 Euro und im Jahre 2012 mussten bereits 75,08 Euro entrichtet werden.
Im gesamten Zeitraum von 1998 bis 2012 sind Steuer, Abgaben und Umlagen um 178% gestiegen, während der Anstieg im gleichen Zeitraum für Erzeugung, Transport und Vertrieb (also der gesamte restliche Anteil des Strompreises) lediglich 9% ausmachten.

Die EEG-Umlage macht einen großen Sprung und stellt den Hauptanteil dar.
Der Teil, der gesetzlich vorgegeben ist, erhöht sich von 11,7 ct/kWh in 2012 auf 14,4 ct/kWh in 2013.


Nach einer BDEW-Strompreisanalyse 2012 werden Steuer und Abgaben im Jahre 2013 deutlich steigen.


                        2012         2014
Konzessionsabgabe       1,79         1,79
Stromsteuer             2,05         2,05
EEG Umlage              3,592        6,24
KWK Aufschlag           0,002        0,18
StromNEVUmlage          0,151        0,1
Offshore Haftungsumlage 0,00         0,25
MwSt                    4,13         4,60


(Angaben in ct/kWh)

 

Verivox-Strompreis>>

 

Info>>


Energiekosten in OECD-Ländern

Eine Untersuchung der Strompreise hat ergeben, dass in Deutschland die Strompreise extrem gestiegen sind. Der exorbitante Preisanstieg für Strom ist auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zurückzuführen, stellt das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) fest.

Laut BDO (Unternehmensberatung) hat sich der Strompreis alleine im Zwitraum von 2002 bis 2012 um mehr als 83 Prozent verteuert. Dies trifft private Haushalte und Gewerbebetriebe. In keinem anderen Industrieland fand ein solcher Preisauftrieb statt. 

Durchschnittlich müssen in Deutschland 26,36 Cent je Kilowattstunde (kWh) bezahlt werden. In keinem anderen OECD Land wird so viel für Strom verlangt. Lediglich Dänemark, das ebenfalls auf Windkraft setzt, wird ein noch höhere Strompreis (29,8 Cent) erhoben. In Frankreich zahlen Privatkunden lediglich 11,13 Cebt/kWh und in den USA sind es sogar nur 9,6 Cebt/kWh; laut dieser Studie. Für Industriekunden seien die Preise seit 2002 um 125 Prozent gestiegen, so die Studie.

Artikel>>

 

Der OECD-Studie zufolge ist der Strompreis für die Industrie auch dann vergleichsweise teuer, wenn sie von den Rabatten des EEG profitiert.
Die Strompreise sind für die Industrie im untersuchten Zeitraum um 125 Prozent gestiegen. Ein solcher Anstieg konnte in keinem anderen Land beobachtet werden.
Die Wettbewerbsfähigkeit für die deutsche Industrie hat sich damit deutlich verschlechtert. Der deutsche Industriestrom kostet ca. 11,4 Cebt/kWh. Bessere Bedingungen finden sich in Norwegen bei Stromkosten von 3,58 Cent/kWh oder beispielsweise auch in den USA mit 5,21 Cent/kWh.

Artikel>>

 

Strompreise 2012 und 2013

In Deutschland sind die Energiekosten im privaten Haushalt seit 2007 um 38% gestiegen. Seit der Energiewende steigen die Stromkosten für Privathaushalte, Kleinunternehmen und Industrie. Das europäische Ausland zahlt nur einen Bruchteil dessen, was in Deutschland für Strom aufzubringen ist. Eine genaue Aufstellung der Strompreise hat BDEW vorgenommen.

 

Home-Page BDEW>>

Netzentgelte werden weiterhin steigen

In einem Artikel der FAZ wird schlüssig dargelegt, dass die Bundesnetzagnetur in den nächsten Jahren von erheblichen Preiserhöhungen zur Finanzierung neuer Stromtrassen ausgeht. So werden in den nächsten 5 bis 7 Jahren für Netzentgelte mehr als 20 Prozent Kosten auf die Verbraucher zukommen. Die Energiewende, wie sie momentan betrieben wird, führt zwangsläufig zu einer empfindlichen Erhöhung der Strompreise.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energieversorgung-netzkosten-treiben-den-strompreis-11688822.html

Die EEG-Umlage wurde drastisch erhöht, jetzt wird es für die Verbraucher sogar noch teurer, so ist in diesem Artikel zu erfahren. Die Gebühren für die Netze sollen laut "Financial Times Deutschland" deutlich steigen. Ein Durchschnittshaushalt dürfte mit 30 Euro belastet werden. Rechnet man die gestiegene EEG-Umlage hinzu, kommt ein Durchschnittshaushalt auf etwa 100 Euro zusätzlich.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/netzentgelte-treiben-strompreis-weiter-in-die-hoehe-a-861915.html

Kosten für den Netzausbau

Der Ausbau der Windkraft sorgt für erhebliche Kosten durch Netzausbau.
Diese Kosten müssen der Windkraft zugerechnet werden, um ein realistisches Bild von den wahren Kosten bezüglich Windkraft zu bekommen. Bereits in 2013 beliefen sich die Netzausbaukosten auf 17 Milliarden Euro. Diese Kosten wären ohne Windkraft nicht angefallen.

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Naturschutz

Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (EGE) ist eine Organisation, die sich dem Naturschutz verschrieben hat und sich speziell für den Erhalt der Eulen und deren Lebensraum einsetzt.

Wattenrat

Der Wattenrat versteht sich als unabhängiger Naturschutz für die Küste und das Land. Dies ist eine sehr informative HP mit zahlreichen konkreten Themen bezüglich Naturschutz.
www.wattenrat.de

Rechtsanwalt
Prof. Dr. Elicker

Hr.Prof. Dr. Elicker verfügt über sehr viel Erfahrung und ein starkes Expertenteam 

http://www.windkraft-anwalt.de/

 

 

Rechtsanwältin

Renate Lorenz
Für alle Fragen rund um Windkraftanlagen
Hanau, Körnerstr.
Tel.: 06181/75198
Mobil: 0179-2059010


 

Rechtsanwalt
Moeller-Meinecke

Ein engagierter und kompetenter Anwalt für unsere Umwelt  

http://www.moeller-meinecke.de/

Komitee gegen Vogelmord e.V.

Windkraft und Vogelschutz

Arbeitskreis Göttinger Ornithologen

 

Der Arbeitskreis betreibt mit zeitgemäßen Methoden moderne, sachkundige und praxisbezogene Avifaunistik.

AGO