Faktensammlung Windkraft
Faktensammlung Windkraft

Studie: "Was Strom wirklich kostet"

Einleitung

Studie: "Was Strom wirklich kostet"
(Langfassung, überarbeitet und aktualisierte Auflage 2012)
Swantje Küchler und Bettina Meyer
http://www.foes.de/pdf/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_lang.pdf

Auftraggeber der Studie:

BWE und Greenpeace Energy

Greenpeace Energy eG ist ein bundesweiter Stromversorger in Form einer eingetragenen Genossenschaft. Greenpeace Energy betreibt zahlreiche Windparks und Photovoltaikanlagen.

Der Bundesverband Windenergie BWE ist ein Fachverband der Windenergiebranche in Deutschland. In ihm sind Planer, Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen zusammengeschlossen.


Durchführung der Studie:
Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V.


FÖS wurde 1994 als gemeinnütziger Verein gegründet und versteht sich als Förderer für Erneuerbare Energie.

Kommentar

Es fällt auf, dass der Auftraggeber und der Auftragnehmer eng verbunden sind, was einer objektiven Darstellung dieses Themas eher hinderlich ist.


Es steht zu vermuten, dass es sich hierbei um eine politische Arbeit handelt und nicht so sehr um ein echtes Bemühen, die tatsächlichen Kostenaspekte zu beleuchten.
Die Studie ist vermutlich ein Stück Lobbyarbeit, so wie sich auch FÖS in seiner Zielsetzung auf seiner HP darstellt, wo betont wird, dass man durch zahlreiche Aktivitäten zu einer umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit beitrage.

Sortiert man die aufgeführten Mitglieder nach Parteizugehörigkeit, so dominieren die Parteimitglieder der Grünen in einer absoluten Überzahl.

Das FÖS vergibt einen sogenannten Adam Smith Preis. Dieser wurde, was kaum wundern sollte, an Herrn Jürgen Trittin (die Grünen) vergeben.
Ebenso hat man den Preis an Prof. Dr. Hans-Christoph Binswanger verliehen.
Man ahnt es schon, natürlich ist Hr. Prof. Dr. Hans-Christoph Binswanger im Beirat des FÖS. Mehr braucht man an dieser Stelle nicht zu sagen.

I Staatliche Förderungen im Vergleich (Seite 4 - 20)

1. Fragestellung und Methodik
Die Autoren führen aus, dass die Studie auf Basis von Literatur- und Datenauswertungen, Interviews und eigenen methodischen Überlegungen erfolgt ist. Auch der Vergleich der staatlichen Förderungen (indirekt und direkt) basiert auf eigenen Überlegungen der Ersteller dieser Studie. Die Ergebnisse vorhergehender eigener Studien sind mit eingeflossen. Die Methodik zum Vergleich der staatlichen Förderung wird um den Begriff "Externe Kosten" erweitert und durch die Studienersteller definiert.

 

In der Studie wid nach den folgenden Kriterien unterschieden:

 

 A. Finanzhilfen

B. Steuervergünstigungen

C. Budgetunabhängige staatliche Regelungen

D. Externe Kosten

E. Sonstige (ohne systematische Quantifizierung und ohne Berücksichtigung in der Summe

 

Quelle: http://www.foes.de/pdf/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_lang.pdf
 

Kommentar

Die Quellenangaben der Studie verweisen überwiegend auf eigene Studien oder auf Studien, die einen ähnlichen Hintergrund haben wie die vorliegende.

Die Studie selbst weist darauf hin, dass sie einen eigenen Subventionsbegriff einführt und sich in der Darstellung und Auffassung, was Subventionen sind, von der allgemeingültigen wirtschaftswissenschaftlichen Definition abweichen.
Dies wurde bereits von vielen Experten kritisiert.

Die Aufteilung in die jeweiligen Rubriken soll alle Aspekte der Subventionen und Förderungen abdecken. Hierzu gab es schon von vielen Seiten Kritik, da beispielsweise auch die Hilfen der Bundesregierung für den Bergbau oder die Hilfen nach der Katastrophe in Tschernobyl in diese Betrachtungen mit einfließen.
Die Methodik alle denkbaren Folgekosten einzurechnen, schießt an vielen Stellen über das Ziel hinaus. Ebenso gut könnte man die Flugzeugabstürze und die daraus resultierenden Kosten für Krankenbehandlung, Versicherungszahlungen für Hinterbliebene, polizeiliche und rettungsdienstliche Leistungen in den Preis für Flugkerosin einrechnen.

Lässt man sich aber auf eine solche Methodik ein und schaut sich die Aufzählungen etwas genauer an, fällt auf, dass in der Rubrik Erneuerbare Energie offensichtlich staatliche Hilfen und Zuwendungen, wie zum Beispiel Repowering-Bonus, Systemdienstleistungs-Bonus, Direktvermarktungs-Marktprämie etc. oder auch die KWK Umlagen und die Offshore-Haftungsumlagen (ab 2013) diskret verschwiegen werden.


Die finanziellen Folgen der Regelung zum Vorrang der Einspeisung wird nicht aufgeführt. Diese führt aber dazu, dass der erzeugte Strom aus EE unbedingt abzunehmen ist, auch wenn es anderen günstigeren Strom gibt.

Der Merit-Order-Effekt wird mit real 24,7 Milliarden angesetzt und so getan als würde er den Strompreis senken, obwohl er zu keinem Zeitpunkt zu einer Strompreissenkung für den nichtprivilegierten (normale) Stromkunden, geführt hat. Ob der Merit-Order-Effekt überhaupt zu einer Strompreisreduzierung führen kann, ist in der Fachwelt mehr als nur strittig. Der Merit-Order-Effekt senkt zu bestimmten Zeiten aufgrund eines temporären Überangebots den Strompreis, erhöht aber gleichzeitig die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Börsenpreis, was die Grundlage für die EEG-Umlage ist. Aus Sicht der Preisbildung an der Börse ist dieser Effekt nur für Großabnehmer vorteilhaft, sofern sie nicht über Futures handeln.
Von wissenschaftlicher Seite werden die preissenkenden Wirkungen ebenfalls eher angezweifelt. Vergleiche auch:Abhandlung_über_den_Merit_Effekt

Die Studie versucht alle Folgekosten aufzulisten, ohne eine klare Methodik der Vorgehensweise zu nennen.
Sie verschweigt allerdings die Folgekosten der Erneuerbaren Energien. So fehlen u.a. die Folgekosten für die zerstörte Natur durch Windkraftanlagen, die Kosten für jährlich über 220.000 getötete Vögel und durch Scheuchwirkung vertriebene Vögel und andere Tierarten. Windkraftanlagen im Wald oder waldnahen Gebieten zerstören nachhaltig den Lebensraum zahlreicher Tiere und ruinierendas Ökosystem (NABU). Dies wird ebenfalls nicht wertmäßig erfasst.
Ferner muss der Wertverlust für Immobilien und die gesundheitliche Beeinträchtigung betroffener Bürger durch Infraschall aufgerechnet werden.
Der Anbau für Biomasse führt zu einer erheblichen Umweltbelastung und Umweltzerstörung durch Monokulturen. Außerdem ist dadurch ein Effekt der Preistreiberei bei Lebensmitteln auszumachen, der ebenfalls zu einem Teil der Erneuerbaren Energien zugerechnet werden müsste.

Die verwendete Methodik ist zweifelhaft und unvollständig.
Die Folgekosten der Erneuerbaren Energien werden verschwiegen.


2 Gesamte staatliche Förderungen im Zeitraum 1970-2012
Sie Studie bezieht eine Zeitreihe von 1970 bis 2012 ein.
Der Subventionsbegriff wird deutlich weiter gefasst als dies in der Ökonomie Praxis ist. Der Subventionsbegriff, wie er in der Studie verwendet wird umfasst zusätzliche Aspekte: 

 

direkten Finanzhilfen (A)

Steuervergünstigungen (B)

weitere vom Staatshaushalt unabhängige Regelungen (C)

 

Die Autoren führen aus, dass auf diese Weise alle gesamtgesellschaftliche Kosten der Energieträger erreicht werden.

 

Als Ergebnis ermittelt die Studie folgende Kosten für die jeweiligen Energieträger.
 

Steinkohle           311 Mrd. Euro (1970 - 2012)

Atomenergie      213 Mrd. Euro (1970 - 2012) 
Braunkohle          87 Mrd. Euro (1970 - 2012)

ErneuerbarE      67 Mrd. Euro  (ab 1990)


Quelle: http://www.foes.de/pdf/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_lang.pdf

 

3 Förderungen im Strombereich
Die staatliche Förderung muss im Zusammenhang der Energieträger und der gesellschaftlichen Kosten gesehen werden, so fordert es die Studie. Die Angaben zum Anteil des finanziellen Volumens einzelner Fördertatbestände für die Stromerzeugung sind den Übersichtstabellen im Anhang zu entnehmen; eine genauere Dokumentation erfolgt in den Einzelstudien (FÖS 2012b-e).

Gesamtsumme der staatlichen Förderungen im Strombereich 1970-2012
Abbildung 4 (der Studie) veranschaulicht das Anwachsen der staatlichen Förderungen im Laufe der Zeit.


Quelle: http://www.foes.de/pdf/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_lang.pdf
 

Kommentar

 

Hier werden für Atomenergie und fossile Energien eine Zeitreihe von 1970 - 2012 alle in der Studie erwähnten Summen aufgerechnet.
Für EE allerdings können diese erst ab Mitte/Ende 1990 summiert werden.
Wenn man redlich rechnen wollte, müsste man die jeweilige Summe im Kontext der gesamten Jahre sehen. Für EE ergibt sich nach Angabe der Studie ein Zeitraum ab Mitte/Ende der 1990er, da erst ab hier n
ennenswert gefördert wurde.
Da nach dieser Studie eine Inflationsbereinigung durchgeführt wurde, kann man mathematisch die Gesamtsummen auf die Anzahl der Jahre verteilen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Energieart im Sinne der Studie am meisten gefördert wurde.

Steinkohle:  311 Mrd/42 Jahre  7,4  Mrd/Jahr
Atomenergie: 213 Mrd/42 Jahre  5,07 Mrd/Jahr
Braunkohle:   87 Mrd/42 Jahre  2,07 Mrd/Jahr
EE:           67 Mrd/15 Jahre  4,46 Mrd/Jahr

EE (Merit):   91 Mrd/15 Jahre  6,06 Mrd/Jahr

EE-Merit: In der Studie werden einfach mal so 24 Mrd. Euro als Merit-Effekt abgezogen. Da es dafür keine Begründung gibt, werden diese hier als EE-Merit kenntlich gemacht.

Selbst wenn man die Zahlen ausnahmslos akzeptierte, ist EE immer noch doppelt so teuer wie Braunkohle und im Falle von EE-Merit teurer als Atomenergie.


Würde die vorliegende Methodik auch auf EE angewendet werden, wären hier deutlich höhere Beträge festzustellen. Auf alle Fälle aber muss der Merit-Order-Effekt als falsch bewertet werden.

Kommentar

 

Die Tabelle im Anhang der Studie lässt die Komponenten der EEG-Umlagen im Ungewissen. Es wird nicht klar, ob beispielsweise die Marktprämie enthalten ist. Ferner sollte nicht vergessen werden, dass 2013 die Einführung der Offshore-Haftungsumlagen beschlossen wurde, die somit die Kosten weiter nach oben treibt.

Auch hier gilt die Anmerkung zur Tabelle 6 auf Seite 40, dass der Merit-Order-Effekt unverständlicherweise von den Förderkosten abgezogen wurde und somit das Ergbnis deutlich aufbessert.

Da eine Inflationsbereinigung in der Studie durchgeführt wurde, kann auf Jahresbasis umgeschlüsselt werden.

Atomenergie: 187 Mrd/42 Jahre  4,4 Mrd
Braunkohle:   65 Mrd/42 Jahre  1,5 Mrd/Jahr
Steinkohle:  177 Mrd/42 Jahre  4,2 Mrd/Jahr
Erdgas:        1 Mrd/5Jahre    0,2 Mrd/Jahr
EE:           54 Mrd/15 Jahre  3,6 Mrd/Jahr
(mit Merit Order Effekt
EE:            79 Mrd/15 Jahre 5,24 Mrd/Jahr



Trotz methodischer Einseitigkeit zur Belastung der fossilen Energien, wird klar, dass EE ein unverhältnismäßig teurer Strom ist.

3.1 Staatliche Förderungen 1970-2012 in Mrd. Euro (real), Anteil Stromerzeugung (Einzeljahre)

In der Studie wird aufgelistet, wie sich über den Zeitraum von 1970 - 2012 die Subventionsbeträge verteilen. Die Erneuerbaren Energieträger treten seit 1990 in Erscheinung. Seit 2008 werden die EE immer mehr ausgebaut, so dass hier die Subventionen deutlich anspringen.  (Anhang 7 enthält eine Tabelle mit allen Werten der Einzeljahre).


        EE    BraunK  Steinkohle  Atom    Erdgas
2010:  7,96     2,97     3,46      7,8      0,3
2011: 10,34     2,67     3,18      6,92     0,18
2012: 10,45     1,95     2,51      6,54     0,01

Kommentar

 

Mit dem Jahr der Energiewende in 2010 sind die staatlichen Förderungen für EE in die Höhe geschnellt. Im Zeitraum von 2010 bis 2012 sind die staatlichen Förderungen für alle Energiearten gefallen, nur nicht für die EE, hier sind die staatlichen Förderungen explosionsartig gestiegen.

Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren noch deutlich verschärfen. Man muss zu dem Wert im Jahr 2012 (EE 10,45) anmerken, dass dieser viel höher ausfallen müsste, weil die EEG-Umlage jeweils ein Jahr im Voraus geschätzt wird und erst im Folgejahr die wirklich bezahlten Beträge in die EEG-Umlage fürs nächste Jahr einfließen. Dies ist nun in 2013 geschehen. Aber es steht zu befürchten, dass für 2013 die EEG-Umlage erneut zu niedrig geschätzt wurde, um den Strompreis nicht noch weiter nach oben zu treiben, was dann in 2014 geschehen wird.


Hier zeichnet sich trotz aller künstlerischer Arithmetik der Studienverfasser ab, dass die staatlichen Förderungen den Strompreis nach oben treiben und somit seine Bezahlbarkeit für große Bevölkerungsschichten unmöglich macht.


Betrachtet man den Zeitraum nach der sogenannten Energiewende, fällt auf, dass die Kosten explosionsartig gestiegen sind.
Die zukünftige Entwicklung lässt nichts Gutes erahnen.

II GESAMTGESELLSCHAFTLICHE KOSTEN DER STROMERZEUGUNG IM JAHR 2012 (Seite 20 - 28)

Die Studie definiert die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Stromerzeugung. Dabei geht sie von folgenden Komponenten aus:
 

1. Marktwert des Stroms
2. Staatliche Förderungen (Finanzhilfen und Steuervergünstigungen)
3. Externe Kosten


1 Verkaufspreis des Stroms
1.1 Strom aus erneuerbaren Energien
In der Studie wird aufgeführt, dass im Jahr 2012 die durchschnittlich gezahlten Vergütungssätze für Strom aus Windenergie (onshore) 8,8 Ct/kWh, aus Wasserkraft 8,5 Ct/kWh und aus Sonnenenergie (PV) 36,5 Ct/kWh9 (vgl. BDEW 2012).Strom aus erneuerbaren Energien betrugen.

1.2 Strom aus konventionellen Energieträgern

Die Studie verweist auf die EEX und stellt ihre Methode zur Preisbildung an der Börse dar und ordnet dies den verschiedenen Stromerzeugungsarten zu.
 
Quelle: http://www.foes.de/pdf/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_lang.pdf

Kommentar

 

Laut Studie wurde 2012 für die EE-Arten eine Vergütung zwischen 8,5 ct/kWh und 36,5 ct/kWh bezahlt.
Für konventionelle Energiearten (Atom, Kohle etc.) wurden die Preise aus der EEX Spotmarkt herangezogen. Hierbei belaufen sich die Preise auf 4,4 ct/kWh. Ein großer Teil wird nach Angaben der Studie am Future Markt gehandelt, hier ergibt sich laut Studie ein Preis von 5,2 ct/kWh.

Nicht berücksichtigt wurden die Kosten für Ausgleichsenergie, mit denen die Energieversorger kurzfristige Nachfrageschwankungen infolge von Windflaute, Sonnenmangel und der nicht vorhandenen Grundlastfähigkeit von EE  ausgleichen müssen. Die Studie behauptet, dass diese vernachlässigbar seien, kann aber keine Zahlen nennen oder verschweigt diese.


Betrachtet man den Verkaufpreis des Stroms, fällt auf, dass Strom aus EE sehr viel teurer ist als fossiler oder atomarer Strom. Das wird auch bei der Betrachtung der Gestehungskosten bestätigt.

2. Staatliche Förderungen mit Budgetwirkung

Die Studie entwickelt anhand ihrer eigenen Definitionen eine Bewertung von Subventionen und Förderungen in den verschiedenen Stromerzeugungsarten.
Hierbei behauptet die Studie, dass das EEG keinen dirketen Einfluss auf den Staatshaushalt habe. 


Quelle: http://www.foes.de/pdf/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_lang.pdf
 

Kommentar

Hier fehlen die Angaben zu den Förderwerten durch die Kreditvergabe KfW und anderen staatlichen Förderprogrammen zur Erneuerbaren Energie (EE).

Außerdem ist unklar, wie die Zuordnung zum Netzausbau zu betrachten ist.
Windkraftanlagen werden überwiegend in Nord- und Ostdeutschland errichtet, der Strom soll aber nach Süd- und Westdeutschland transportiert werden. Hierzu sind neue Trassen nötig.

Im Bereich Kohle durch staatliche Förderungen ist anzumerken, dass vieles, was offensichtlich in diese Studie eingegangen ist, zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes gezählt werden muss.

Der notwendige Strukturwandel in Zukunftstechnologien ist da offensichtlich ebenso angesiedelt, wie der Schutz vor hochsubventionierten Kohle aus dem Ausland, was zu einem erheblichen Arbeitsplatzabbau und vielen sozialen Problemen geführt hätte.

Aber selbst wenn man unterstellt, dass die Zahlen, die die Studie diesbezüglich vorlegt, alle korrekt sind, bleibt die Frage: Wem nutzt es?

Staatliche Förderung bedeutet, dass der Steuerzahler für bestimmte Maßnahmen aufkommt.
Wenn staatliche Förderungen im Energiebereich ausschließlich auf den Strompreis umgelegt werden, führt dies dazu, dass einkommensschwache Haushalte prozentual sehr viel mehr bezahlen müssen als einkommensstarke Haushalte. Dieses Vorgehen ist im hohen Maße unsozial und übervorteilt reiche Haushalte.

Einkommen aus Mietzahlungen, Zins- und Dividendeneinahmen werden in diesem Fall gar nicht an den gesellschaftlichen Aufgaben zur Energiewende beteiligt, wenn alles auf den Strompreis umgelegt wird.
Insbesondere reiche Haushalte profitieren davon, dass sie sich Photovoltaik-Anlagen installieren lassen und sich an Windparks beteiligen. Finanziert wird dies über die Einspeisevergütung der Stromkunden. Arme Haushalte haben nicht diese finanziellen Mitteln und müssen die ständig steigenden Strompreise bezahlen.

Es ist eine Umverteilung von unten nach oben.


Die einseitige Belastung der Geringverdiener und armen Haushalte mit den Kosten der Energiewende ist im höchsten Maße unsozial und abzulehnen.

3. Externe Kosten

Die Studie rechnet anhand der Externen Kosten vor, dass die Erneuerbaren Energien günstiger sind als konventionelle Energien, da die EE angeblich keine Externen Kosten haben.


Quelle: http://www.foes.de/pdf/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_lang.pdf
 

Kommentar

Politisch motiviert
Die aufgeführten Zahlen bezüglich Externer Kosten sind offensichtlich frei aus der Luft gegriffen, um die erklärten Ziele politisch durchzusetzen. Das lässt sich bereits aus der Urheberschaft der Studien ablesen.
In der Studie nicht aufgeschlüsselt, wie man auf die Werte für Externe Kosten kommt. Offensichtlich wird versucht, die extrem hohen Stromkosten den Bürgern als Externe Kosten einzureden.

Wissenschaftlich nicht haltbar
Es wäre sehr interessant zu erfahren, welche klimawandelbedingte Landverluste und Ernteeinbußen hier gemeint sind.
Welche Ökosysteme haben sich in Deutschland aufgrund des Klimawandels verändert? Und nach welcher Methode werden solche angeblichen Schäden berechnet?
Wissenschaftlich lässt sich die These nicht halten, dass der Klimawandel ausschließlich auf den Einsatz von fossilien Energien zurüchzuführen ist.
Insofern sind eventuelle Kostenzuordnungen willkürlich bzw. politisch motiviert.
Externe Kosten für Atomstrom werden zwischen 0,1 C/Kwh und 360 C/Kwh geschätzt. Das zeigt, wie wissenschaftlich unseriös diese Studie ist.

Externe Kosten für EE
Wenn man Externe Kosten aufrechnen will, so muss man auch die Externen Kosten der EE berücksichtigen. Diese beschränken sich nicht nur auf den Bau, den Rückbau und die Entsorgung der jeweiligen Anlagen, sondern auch auf die Wirkung der Anlagen auf die Fauna, Flora und Menschen. Vogelschlag, Scheuchwirkung, Monokulturen, Versiegelung des Bodens, Infraschall, Zerstörung des Landschaftsbilds, Immobilienwertverlust, Lebensqualitätsverlust etc. finden keinen Eingang in die Betrachtungsweise der Studie.

Das Wesen von Externen Kosten
Überall entstehen Externe Kosten. Die Zubereitung eines Schnitzels beispielsweise verursacht sehr viel mehr Umweltschäden als das im Preis inbegriffen ist.
Wie sieht es mit der Massentierhaltung, den Medikamente im Futter und deren Folgekosten, der Überdüngung, der Abwasserverschmutzung durch extensive Landwirtschaft etc. aus? Hierzu gibt es keine Externe Kosten. Zudem scheint dies keine Öko-Lobby wirklich zu interessieren.
Genauso kann ein Autobauer schlecht dafür belangt werden, weil ein Mensch mit dem Auto aufgrund eines Fahrfehlers in ein anderes hineinfährt.

Externer Nutzen
Welchen Segen hat Strom der Menschheit gebracht?
Wo wäre die Menschheit ohne Strom, Heizung etc.?
Wie wollen wir den positiven Effekt den “Externen Nutzen” von Strom berechnen?
Ein Imker schickt keine Rechnung, weil seine Bienen Obstbäume bestäuben. Der Honigpreis müsste um einiges höher sein, da seine Produktion eine Kette des Externen Nutzens freisetzt.

Noch ein Gedanke zum Klimawandel, der ausschließlich als negativ hingestellt wird. Es gibt Untersuchungen wonach der Treibhauseffekt sowohl positive als auch negative Wirkungen hat.
Warum wird nur die vermutete negative Auswirkung bezüglich fossiler Brennstoffe bewertet?
Wo genau ist eine Rechnung, die den positiven und negativen Effekt von allen Energiearten klar und deutlich gegenüberstellt?


Die Studie setzt Zahlen zu Externen Kosten an, die nicht belegbar sind und offensichtlich auch nicht belegt werden können. Nach eigener Methode verschweigt die Studie die Externen Kosten der Erneuerbaren Energien, die  sogar viel dirketer nachweisbar und belegbar wären.

Naturschutz

Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (EGE) ist eine Organisation, die sich dem Naturschutz verschrieben hat und sich speziell für den Erhalt der Eulen und deren Lebensraum einsetzt.

Wattenrat

Der Wattenrat versteht sich als unabhängiger Naturschutz für die Küste und das Land. Dies ist eine sehr informative HP mit zahlreichen konkreten Themen bezüglich Naturschutz.
www.wattenrat.de

Rechtsanwalt
Prof. Dr. Elicker

Hr.Prof. Dr. Elicker verfügt über sehr viel Erfahrung und ein starkes Expertenteam 

http://www.windkraft-anwalt.de/

 

 

Rechtsanwältin

Renate Lorenz
Für alle Fragen rund um Windkraftanlagen
Hanau, Körnerstr.
Tel.: 06181/75198
Mobil: 0179-2059010


 

Rechtsanwalt
Moeller-Meinecke

Ein engagierter und kompetenter Anwalt für unsere Umwelt  

http://www.moeller-meinecke.de/

Komitee gegen Vogelmord e.V.

Windkraft und Vogelschutz

Arbeitskreis Göttinger Ornithologen

 

Der Arbeitskreis betreibt mit zeitgemäßen Methoden moderne, sachkundige und praxisbezogene Avifaunistik.

AGO